Sie sind Angehörige / Angehöriger von einem Messie oder von einer Verwahrloste und möchten ihr / ihm helfen?
Was tun nun?
Hier, auf dieser Seite finden Sie nützliche ausführliche Informationen über Ihr Vorgehen!
Vorsicht bei eigenmächtiger Hilfe!

Es stellt keine Hilfe dar, einem Messie die Wohnung leer zu räumen.

Eine solche Massnahme, von Verwandten, Freunden oder Behörden durchgeführt, repariert lediglich vorübergehend das äussere Bild.

Für die Betroffenen stellt dies eine grausame Gewalthandlung dar, mit der massiv in ihre Privatsphäre eingegriffen wird.

Dass die Räumung der eigenen Wohnung einen Eingriff in die Privatsphäre darstellt, erscheint den meisten Menschen nachvollziehbar.
Für Messies ist hieran über das normale Mass hinaus problematisch, dass es sich bei dem angeblichen Müll um die Dinge handelt, die er nicht loslassen kann und mag. Die Sachen haben für den Messie einen besonders hohen Stellenwert. Er selbst und sein Leben hängen daran. So kann durch eine zwangsweise Räumung bei dem Betroffenen das Gefühl entstehen, es werde das eigene Leben entsorgt – wodurch sogar Suizidgefahr ausgelöst werden kann.

Bei einer Räumung wurde und wird zwar der „Müll“ mehr oder weniger nachhaltig beseitigt, aber die Persönlichkeit hinter dieser „Fassade des Schmutzes“ mit all ihren Defiziten, Kränkungen, Schamgefühlen und Traumata nicht begleitet wie es unbedingt nötig wäre. Ohne weitere, therapeutische Massnahmen und mittelfristig- bis langfristige Beratung und Begleitung wird die Wohnung auch schnell wieder den ursprünglichen, überfüllten Zustand erreichen.

Kontaktieren Sie uns für ein ungezwungenes Gespräch.